Schulpsychologinnen und Schulpsychologen wissen, was traumatisierten Jugendlichen hilft.
Psychische und physische Reaktionen auf die Katastrophe bei der Loveparade müssen nicht unmittelbar auftreten; denkbar sind auch entsprechende Gedanken, Gefühle und körperliche Reaktionen mit einigem zeitlichen Abstand. Eine Belastungsstörung setzt nicht unbedingt voraus, dass man selbst am Ort des Geschehens war. Berichte von Freunden oder in den Medien oder auch die kurzfristige persönliche Entscheidung, nicht zu diesem Event zu fahren, können traumatisierend wirken.
Das Innenministerium hat die Gemeinden um Unterstützung für betroffene Jugendliche und Erwachsene gebeten. In örtlichen Netzwerken arbeiten auch Schulpsychologinnen und Schulpsychologen mit. Diese sind für solche Fälle spezialisiert und verfügen über entsprechende Erfahrungen.
Zentrale Telefonnummern für dieses Beratungsangebot werden in der lokalen Presse veröffentlicht. Die Adressen der Schulpsychologischen Beratungsstellen in den Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.
Die Möglichkeit für Jugendliche, sich per E-Mail beraten zu lassen, bietet zum Beispiel die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. (bke).
Die Schulpsychologische Beratungsstelle der Landeshauptstadt Düsseldorf hat alltagstaugliche Tipps veröffentlicht (siehe Kontext): Der Flyer informiert über den Umgang mit einem akuten Trauma bei Kindern und Jugendlichen. Die Botschaft ist: Frühzeitiges und qualifiziertes Krisenmanagement beugt späteren Langzeitfolgen vor!
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